Diese Spiegelungen, die es unmöglich machen, das zu sagen, was zu sagen wäre. Die uns sperren und unser Bild löschen. 1

Nicht nach links und rechts zu schauen, ist geboten. Kein Sightseeing, wo immer man ist. Kein Verlangen, etwas anderes zu betrachten, als was vor einem liegt. Nur aus dieser Sicht ist es möglich, zu schauen, aus ihr kommt die Optik der Betrachtung. Indem ich nur mehr sehe, was vor mir liegt, entdecke ich, was nur vor mir liegt, mein Eigenstes. Die Grenzen bleiben Grenzen und werden doch vollkommen umgewandelt. Durch das Einverständnis werden sie zur Kontur. Das Spiegelbild wird in das Bild rückverwandelt. In dieser Sicht erlöschen die Spiegel. 1

„Misstraue fremden Bildern und Worten, denn vielleicht betreffen sie dich gar nicht.“

Orte: Punkte, von denen man weggeht. Ausgeht? Weggeht oder ausgeht? 1

„Das große Bild hat keine Form“ – Birgit Hopfener schreibt zum Ausstellungskonzept der documenta 12: Laozis „großes Bild“ erstarrt in keiner Form, sondern ist immer Ausdruck unendlicher, sich modifizierender Formmöglichkeiten.

„Kein eigenes Bild ist zu klein um nicht passender als das fremde Bild sein zu können.“

1 Ilse Aichinger:
Kleist, Moos, Fasane, 1996